05.04.2025 1. ASC Schitag /Ski Trophy 2025
15.05. – 18.05.2025 KLASSIKWELT Bodensee mit Vintage Racing
07.06. – 08.06.2025 ASC-Frühjahrsausfahrt (9.6. Pfingstmontag)
13.06. – 15.06.2025 Vintage Treffen Nürburgring
24.06. – 29.06.2025 ACCR 2025
11.07. – 12.07.2025 Bergrennen Stuben RRCV
30.08.2025 ASC 3-Seen Rally
05.09. – 07.09.2025 Classic-Gala Schwetzingen
12.09. – 14.09.2025 ASC-Herbstausfahrt (eventuell mit LG15)
25.09. – 27.09.2025 Baiersbronn Classic
11.10.-12.10.2025 Bergrennen Eichenberg RRCV
17.10.-19.10.2025 Jochpass Memorial
25.10.2025 ASC-4 x 4 Wandertag
Das Zusammenlegen von Generalversammlung und Nikolo Abend beim ASC Lech-Arlberg hat sich bewährt. Aufgrund der guten Stimmung fiel das Lesen der Leviten äußerst zahm aus und wurde lautstark von den Krampussen unterstützt.
Die gesamte Vorstandschaft wurde einstimmig entlastet und wiedergewählt. Der Kassenbestand ist erfreulich beruhigend und eine intensive Termin Rück- und Vorschau wurde gewährt. Die Termine für das Jahr 2025 stehen ab heute auch schon online an.
Die Zufriedenheit spiegelte sich in den zahlreich teilnehmenden Mitgliedergesichtern wieder und es war ein äußerst geselliger Abend und passender Jahresabschluss.
Auf geht’s in 2025!
Gepackt, alles gepackt sage ich zu Mirjam und es konnte losgehen - die Reise mit Rund 17 ASClern aus Lech und Umgebung zum Oldtimer Event nach Goodwood. Beim Packen und der Anprobe der Verkleidung, denn Goodwood ist ein Catwalk für historische Outfits, kam ich mir vor wie James Heriot in der alten Fernsehserie, "der Doktor und das liebe Vieh". Die Älteren werden sich erinnern, denn da ging es um einen sehr britischen Landarzt, der immer very british im dreiteiligen Tweed Anzug gekleidet war. Wegen seiner Freundlichkeit und Sachkenntnis war er bei seinen Patientenbesitzern, denn er war Tierarzt, extrem beliebt. Er war dem Alkohol nach erfolgreicher Behandlung nicht abgeneigt und jeder wusste was passiert, wenn er vor der von Koliken betroffenen Kuh stehend die langen Handschuhe anzog... Er hatte immer ein paar Gummistiefel in seinem Land Rover um für das Typische Wetter auf der Insel gerüstet zu sein.
Spätestens nach dem ersten Befahren des grossen Wiesenparkplatzes vor dem Goodwood Circuit, der historischen Rennstrecke mit Event und Catering, wären wir gerne im Land Rover angereist und sehnten uns ein paar Gummi-Stiefel herbei. Jedoch mit dem Porsche, mit dem wir auf die Insel fuhren, wurden wir immer weiter auf die unendliche Parkfläche von sogenannten Marschalls eingewiesen und wir bekamen einen Vorgeschmack auf das, was uns erwartete. Matsch und Schlamm so breit wie hoch und soweit das Auge reichte, garniert mit steckengebliebenen Kinderwägen, knöcheltief verschlammten und unkenntlichen Schuhen bis hin zu Petty Coat tragenden britischen Schönheiten, die mit Ihren Pumps im Schlamm feststeckten. Das verwunderliche für uns war nur - das Lächeln auf den Gesichtern der vermeintlich Leidtragenden. Der britische Humor und die immerwährende "Kindness" sind immer wieder beeindruckend und bei den Engländern legendär. Dann blieben auch wir fast im Schlamm stecken und kämpften uns mit wenig Profil und geringer Bodenfreiheit bis zu einer Grasinsel, auf der wir parken konnten. Gestrandet wie Robinson Crusoe im Meer von Blech und Matsch. Der Wiesenparkplatz hatte neben vielen historischen Oldtimern auch hochmoderne italienische und britische "Renner" vorzuweisen - allein schon deswegen hat sich die Reise gelohnt und es war eine willkommene Ablenkung.
Der lange Fußweg zur Rennstrecke war nicht minder eine Herausforderung. Nach wenigen Metern gaben wir auf, mit sauberen Schuhen anzukommen. Wirklich alle, bis auf die Wenigen per Helikopter oder mit Fahrer angereisten trugen Ihre "Kampfspuren" mit Stolz oder Gleichgültigkeit am Goodwood Circuit. Jetzt war aber ohnehin Zerstreuung angesagt: Benzingespräche, Staunen, Lachen, Riechen und natürlich auch das ein oder andere Bier mit Fisch and Chips oder Pulled Pork . Es wurden exklusive Autos bestaunt, die man sonst nicht so einfach zu Gesicht bekommt und die historischen Rennen mit spannendem Rennverläufen genossen. Teilweise stand uns allen der Mund offen, wie die Fahrer die doch sehr teuren Autos über dien Strecke bewegten.
Am Samstagabend hatte Hannes Schneider ein Restaurant für alle Teilnehmer gefunden und wir trafen uns gewaschen und entschlammt zur großen gemeinsamen Sause. Wunderbar im wahrsten Sinne über alle Menü-Gänge.
Am Sonntag, denn täglich grüßt das Murmeltier, stand uns wieder die Schlammschlacht bevor. Nur das die Wiese noch mehr ausgefahren, die Löcher tiefer und der Schlamm noch höher war. Fahrzeuge, deren Farbe nicht mehr erkenntlich war, britisches Regenwetter, laut brüllende Motoren von der Rennstrecke und der Geruch von Rennbenzin gemischt mit Fish and Chips Duft. Goodwood wir kommen auf jeden Fall wieder - im Land Rover und mit Gummistiefeln im Kofferraum.
Bilder zum Event findet Ihr in der Galerie. Hier nochmals einen großen Dank an unseren "Gast-Fotografen Alexander Bayer" - super Job!
Der ASC-Lech-Arlberg hat sich auf die Fahnen geschrieben, einzigartige Oldtimer Erlebnisse greif- und erlebbar zu machen. Die Ver-bindung von Tradition und Aktivitäten im Rahmen der Arlberg Classic Car Rallyes ermöglicht einer Vielzahl von Mitgliedern und Zuschauern, historische Automobil-geschichte live zu erleben. Wie jedes Jahr richtete der ASC Lech-Arlberg die so genannte Fahrzeugweihe im Rahmen der Arlberg Classic Car Rally 2024 (ACCR) aus und übernimmt neben organisatorsichen Dringen die vielbeachtete und hochgelobte Bewirtung der Teilnehmer und Zuschauer.
Die Segnung der angemeldeten Fahrzeuge war dabei nur ein Teil des Nachmittags-Events am Dienstag den 25.06., der um 14:00 Uhr am Start der ACCR 2024 auf dem Rüfiplatz begann. Der traditionellen Segnung durch Pfarrer Adrian aus der Kirchengemeinde Lech und dem Erhalt der ASC-Weihe Plakette schlossen sich drei Erlebnis-Wertungs-prüfungen sowie ein kleiner Empfang an den Fischteichen im Zuger Tal an. Die drei Wertungen gingen nicht in die Gesamtwertung der Arlberg Classic Car Rally ein, sondern waren unter dem Spaß- und Erlebnisfaktor zu absolvieren. Der Nachmittag endete anschließend für alle Teilnehmer der Fahrzeugweihe mit einem geselligen Beisammensein bei Speis und Trank am Startpunkt Rüfiplatz mit Siegerehrung. Den Aussagen und Bildern zu folge war es wohl für alle Teilnehmer wieder ein unvergessliches Erlebnis.
Wie es ist, 4 Jahreszeiten in zwei Tagen zu erleben, konnten die Teilnehmer der diesjährigen Herbstausfahrt am eigenen Leib sprichwörtlich selbst erfahren. Die Regenmassen, die am Freitag und Samstag sich in Vorarlberg aus den Wolken den Weg bahnten, führten local zu Hochwasser und Überschwemmungen. So entschieden wir bei "Herbstwetter" auf schnellsten Wege über den Alpen Hauptkamm ins Tessin zu brausen und die Regenmassen hinter uns zu lassen. Kaum hatten wir den San Bernardino Tunnel in der Regengischt hinter uns gelassen, reduzierte sich der Starkregen zu einem Nieseln und hinter Bellinzona hörte es gänzlich auf zu regnen und die Sonne blickte sogar durch die Wolken hindurch. Die Entscheidung war somit richtig, in der Direttissima in Richtung Süden zu fahren um auf besseres Wetter zu hoffen.
Wir nahmen das Ufer vom Lago Maggiore in Angriff und statteten einem kleinen Restaurant in Verbania, Piemonte, einen kulinarischen Besuch ab. Mit der Fähre ging's zum Nachtisch über den See in Richtung Laveno. Blauer Himmel machte sich breit. Nach Erkundung der östlichen Seeseite fuhren wir in Richtung Übernachtungsquartier in Gudo, im Tessin. Das Restaurant mit Hotel mitten im Weinberg liess genusstechnisch keine Wünsche offen. Der Abend wurde mit intensiven Benzingesprächen abgeschlossen.
Am kommenden Morgen wurden wir von blauem Himmel und Temperaturen über 20 Grad begrüsst. Endlich "Frühling" und die Dächer der Targas und Cabrios konnten geöffnet werden. Vom Lago Maggiore ging's in Richtung Luganer See wo uns, welch Überraschung, Raphael Ganter in Morcote mit Gipfeli und Getränken überraschte. Nach kurzer Stärkung brachen wir auf in Richtung Comer See mit dem weiteren Zwischenziel Maloja-Pass und St. Moritz. Dann kam der "Sommer" mit bis zu 27 Grad in Chiavenna. Es hatte einen gewaltigen Südföhn.
Zwischenstopp machten wir in Soglio, im Palazzo Salis, wo wir an der Hauswand bei weit über 20 Grad in die schneebedeckten Berge schauten, kulinarisch mal wieder verwöhnt wurden und eigentlich nicht wieder in Richtung Kälte starten wollten. Doch was solls....
Ab der Durchfahrt. St. Moritz wurden die Dächer wieder geschlossen und in der Höhe von Zuoz fing es dann auch wieder leicht an zu tröpfeln. Wir fuhren weiter im Inntal und in Pfunds hatte uns das gleiche Wetter wieder wie am vorangegangenen Tage zum Zeitpunkt der Abfahrt. Zurück ging es über den Arlbergpass und der "Winter" hatte uns mit Schnee und Regen wieder. Wären wir doch bloß im Palazzo Salis geblieben.....aber wer kann schon von sich behaupten, 4 Jahreszeiten in zwei Tagen erlebt zu haben!?
Kennen Sie das auch? Sie überlegen, wägen ab und es widerstrebt ihnen sich bei schlechtem Wetter und strömenden Regen mit Kälte um den gefühlten Gefrierpunkt, im September in Lech am Arlberg, sich in einen meist undichten Oldtimer zu setzen, um freiwillig über 300 km inklusive mehrerer Wertungsprüfungen zu fahren. Etwas zu tun, was einem gegen die Natur geht. Dem Partner oder dem Club zuliebe? Wir befinden uns in der zweiten Hälfte des Septembers und der Sommer sei vorbei, so die Bauern und Senner hier oben in Lech. Nun denn.
Aber manchmal muss man es halt doch tun – sich einfach dem Schicksal ergeben und dann, ja dann wird es auf einmal gut. Das liegt oftmals an den mitstreitenden Vereinsgenossen, die genauso vernunftbeschänkt und ergebnisoffen sich in das feuchtfröhliche Abenteuer stürzen wie die Lemminge ins Meer und das vorgenannte Schicksal teilen. Viel wichtiger jedoch ist das Gefühl von Wärme, die sich einerseits in der Gemeinschaft bildet, die man andererseits im Sommer quasi umsonst hat. Kenn sie das zwingende Bedürfnis, diese irgendwie in den Herbst hinein konservieren, quasi „einzuwecken“ gäbe es Wärme in Dosen?
Der Schnauferlbruder oder die Schnauferlschwester behelfen sich anders. Man montiert aufwändig die Hardtops auf die Cabrios oder wählt gleich ein Fahrzeug mit festem Dach. Man konserviert sich somit selbst. Dabei darf natürlich das gute Panzerband mit seiner abdichtenden Wirkung nicht fehlen. Es muss halt einfach warm und trocken im Auto sein, damit die Beifahrerin, eine sehr wichtige Person für diesen entscheidenden Tag und das damit verbundene Schicksal, gutmütig gestimmt bleibt. Die Anzahl der Pferdestärken oder die Zahl der Zylinder rücken in den Hintergrund, denn es gibt nur eine Frage: Funktioniert deine Heizung?
Angekommen beim ersten Schafabtrieb in Schröcken im Bregenzerwald fragte ich mich, wie es denn den Schafen bei Kälte wohl gehe. Noch tragen diese ihr dickes Fell, was bei den jetzigen Temperaturen noch für wohlige Wärme sorgt. Im Tal hingegen werden sie geschoren und werden zwangsläufig frieren. Dieses Schicksal teilen Sie wohl mit uns Menschen zu dieser Jahreszeit.
Nach kurzer Weiterfahrt in Hittisau werden wir Zeuge eines Almabtriebs von Kühen. Und ich stelle mir da wieder rum die Frage: wie ist es mit den Kühen, die im Sommer hoch auf der Alpe ihr glückliches Dasein frönen und dann im Herbst, wenn es kälter wird, wieder ins Tal geführt werden. Im Gegensatz zu den Schafen haben sie kein Fell, dass sie vor Kälte schützt. Frieren Kühe zu dieser Jahreszeit?
Wie gesagt, den Sommer noch ein bisschen konservieren und mit hinein in den Herbst nehmen. Das frieren vermeiden, was sich aber nicht immer realisieren lässt bei Stopps für Wertungsprüfungen. Doch Petrus ist uns jedoch gut gestimmt und es hört auf zu regnen ab der zweiten WP und sie kann im Trockenen am Parkplatz der Seilbahn Hündle, im Allgäu, durchgeführt werden.
Das Mittagessen in Fischen sorgte für volle Mägen, zufriedene Gesichter aber auch wieder erkaltende Fahrzeuge.
Heizungen in Oldtimern funktionieren launisch. Sie heizen oftmals, speziell bei den luftgekühlten Modellen, nur unter Motor-Last beim Berg auffahren und im Standgas unzureichend. Manchmal ist es im Fußraum so warm, dass man Eier kochen könnte und gleichzeitig in Kopfhöhe erste Ansätze von Eis an den Ohren findet. Einen kühlen Kopf zu bewahren bei der Auffahrt hinauf zum Oberjoch sollte somit eigentlich anders aussehen.
Doch die mutigen Teilnehmer unserer Herbst Ausfahrt behielten den wohltemperierten klaren Kopf auch im Tannheimer Tal und waren mehrheitlich zufrieden mit der Performance ihrer Heizung. Von Roll-Prüfungen, über die Platzierung von Tennisbällen auf Pylonen bis hin zu Passfahrten mit Bergrenn-Charakter wurden fleißig Wertungspunkte gesammelt. Beim abschließenden Suchspiel im Lechtal konnten Teams mit Untermotorisierung die eine oder andere Strafpunktzahl kompensieren. Gewonnen hat dann auch nicht das PS stärkste Fahrzeug sondern die Mannschaft, die über die fünf Wertungsprüfungsprüfungen gleichmäßig die beste Performance zeigte. Glückwunsch an Günter und Heike Grabherr auf Mercedes SL, Baureihe 107.
Es verbleibt dann schon fast nur noch eine philosophische Fragestellung, auf die wir so recht keine Antwort finden: Wenn man mit einem Porsche Turbo liegen bleibt und die Benzinpumpe trocken legt - was vermisst man mehr - das zügige vorankommen oder die funktionierende Heizung? Nun denn.
Bildmaterial copyright ASC Lech-Arlberg und Lech-Zürs Tourismus